Am 31. Oktober 2025 ging bei der Hotline AppElle! der letzte Telefonanruf ein. Eine Frau* war mit ihren beiden Kindern aus der Wohnung geflüchtet und benötigte dringend Schutz in einem Frauenhaus. Die AppElle!-Beraterin leitete sie direkt an eines der Frauenhäuser im Kanton Bern weiter, in dem ein sicherer Platz verfügbar war. Dort erhielt sie Schutz und umfassende Beratung.
Auch diese letzte Anfrage zeigt die besondere Qualität des sechsjährigen Pilotprojekts: professionell, niederschwellig und rasch konnten betroffene Frauen Unterstützung erhalten.
Während der sechs Projektjahre hat sich AppElle! bei von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen*, deren Angehörigen und bei Fachpersonen als verlässliche Anlaufstelle etabliert. Die Hotline bot von der Gefährdungseinschätzung über Beratung bis hin zur Vermittlung einer Notunterkunft oder Weiterweisung an eine passende Stelle umfassende Unterstützung aus einer Hand.
Der Leistungsausweis des Projekts ist eindrücklich:
Das Angebot schloss eine wichtige Lücke in der Opferhilfelandschaft des Kantons Bern. Vor der Einführung von AppElle! waren Frauenhäuser und Beratungsstellen nicht rund um die Uhr erreichbar. Die 24-Stunden-Hotline hat sich als niederschwelliger und durchgehend erreichbarer Zugang zu den Opferhilfeangeboten bewährt. Dadurch konnten die ambulanten Opferhilfestellen substantiell entlastet werden. Zusätzlich ermöglichte das durch AppElle! koordinierte Zimmermanagement eine optimale Vermittlung freier Plätze in den Frauenhäusern.
Das Projekt endete am 31. Oktober 2025. Die Berner Hotline für Opferhilfe führt dieses Angebot weiter.
Zum Abschluss gilt unser herzlicher Dank:
Christine Meier
Projektleiterin AppElle!
Anrufe
Erstberatungen zu Schutz und Opferhilfe
Unterbringungen in Notunterkünften